Freie und Hansestadt Hamburg, HANSE MERKUR, RADIO HAMBURG, POLIZEI BREMEN, KÜHNE und NAGEL, ThyssenKrupp AG, Kempinski Atlantik, InnoGames, POWER Sicherheit, SECURITAS, POLIZEI Hamburg, Hamburger Hochbahnwache, Deutsche Bahn, Deutsche Bahn Sicherheit, Universität Hamburg, PHILIPS, SIEMENS SICHERHEIT NORD Mrs. Sporty, dama.go, Peek und Cloppenburg, Hypo Vereinsbank, DEUTSCHE BANK, Jack & Jones, ZARA, Verikom, Peek & Cloppenburg, TEREG, Germanischer Lloyd , DATA Domizil, UniCredit Bank AG, Rossmann, AWO Sozialstation, BIOSKIN, KFH, KIESER Training, VAPIANO, HOCHTIEF, Kraftanlagen Hamburg, Alster Dampfschifffahrt e.V., Fonterra, ARNDT Sicherheit, Ophta, RMS, Tieto Deutschland, RASANT Personalleasing, GSE Lining Technology, RadioMarketingService, LAB, FitnessFirst, WBS Training AG, POWER, LATHAM & WATKINS, GSE, SPORTSPASS, W.I.S. Sicherheit, axel springer, TSG Bergedorf, Rossmann, IAT GMBH, TANKTHERM, Takko Fashion GmbH, Global Fruit Point GmbH,

Betriebliche Ersthelferaus- und Fortbildung (BG/DGUV)

Die Aus- und Fortbildung für betriebliche Ersthelfer, bieten wir Ihnen ohne vorherige Anmeldung an, bereits seit 2004. Besuchen Sie einen unserer rund 350 offenen Kurse, direkt am Hauptbahnhof in der Innenstadt. Auf Wunsch kommen wir auch in Ihren Betrieb.

Wir bieten unseren Kunden ein hohes Maß an Qualität. Alle Lehrgangsleiter sind examinierte und aktive Mitarbeiter/innen im Rettungsdienst bzw. der Intensivmedizin. Die Reanimation trainieren Sie nur bei uns, an QCPR-Phantomen (Quality CPR) der Firma Laerdal.

Diese Kurse bieten wir Ihnen an:

  • Erste Hilfe-Grundausbildung (Eintägig)
  • Erste Hilfe-Fortbildung (Eintägig)
  • Erste Hilfe am Kind-Kurs (Eintägig für z. B. Kitas)

Auf Wunsch, können Sie alle Schulungen auch als Inhousschulung buchen.

Das TEN ist DGUV zertifiziert (8.0502).

WhatsApp Info: +4915227730178


Kursart wählen!

Für Ersthelfer gibt es eine Ausbildung oder eine Fortbildung.
1. Erste Hilfe Ausbildung (dauert ab 01.04.15 nur einen Tag)
2. Erste Hilfe Fortbildung (dauert einen Tag)


Tag auswählen!

Erste Hilfe Ausbildung

Wochentag

Beginn Vormittag Beginn Nachmittag
Montag 15:00 Uhr
Dienstag 15:00 Uhr
Mittwoch
Donnerstag 15:00 Uhr
Freitag 15:00 Uhr
Samstag 11:00 Uhr
Sonntag 13:00 Uhr

 

Erste Hilfe Fortbildung

Wochentag

Beginn Vormittag Beginn Nachmittag
Montag
15:00 Uhr
Dienstag
15:00 Uhr
Mittwoch 09:00 Uhr 15:00 Uhr
(nur während
der Schulferien)
Donnerstag
15:00 Uhr
Freitag
15:00 Uhr
Samstag 11:00 Uhr

Sonntag
13:00 Uhr


Geschlossen haben wir nur an diesen Tagen:
01.01.17 Neujahr
14.04.17 Karfreitag
17.04.17 Ostermontag
01.05.17 Tag der Arbeit
05.06.17 Pfingstmontag
03.10.17 Tag der Deutschen Einheit
31.10.17 Reformationstag
24.12.17 Heilig Abend
25.12.17 1. Weihnachtstag
26.12.17 2. Weihnachtstag
31.12.17 Sylvester
01.01.18 Neujahr.


.
(Betriebe)
(Kita, Schulen)

Formular nicht vergessen!

Formular ausdrucken, ausfüllen, abstempeln und im Original mitbringen. Wir rechnen die Kosten dann direkt mit Ihrer Unfallkasse ab, so entstehen Ihnen keine Kosten.


Wünschen Sie eine Erinnerung oder Bestätigung?

Wenn Sie das Formular nutzen, werden Sie optional, nach 18 Monaten, via Email oder SMS, an Ihre nächste Fortbildung erinnert, ganz automatisch. Außerdem erhalten Sie sofort eine Kursbestätigung mit Ihren gewählten Kursdaten.

Allgemeine Daten
Kursart*
Gewünschter Veranstaltungsort*

Weitere Informationen

Trainingszentrum für Erste Hilfe & Notfallmedizin (Öffnen)

Trainingszentrum für Erste Hilfe & Notfallmedizin (Öffnen)

Trainingszentrum für Erste Hilfe & Notfallmedizin®

Erst drücken und dann beatmen oder umgekehrt? Wissen SIE das noch?

Die Ausbildung von Ersthelfern dient der Qualitätssicherung in der Notfallversorgung. Planen Sie Ihre nächsten Projekte mit uns. Wir bieten Ihnen eine qualitätsgesicherte, erfolgreiche und praxisnahe Aus- und Fortbildung; bei Bedarf beraten wir Sie gerne individuell bei all Ihren Fragen und Problemstellungen. Auch stehen Ihnen bei uns ausschließlich examinierte und pädagogisch qualifizierte Rettungsassistenten und Experten als Ansprechpartner und Lehrgangsleiter zur Seite.

Kompetenz in der  Spezialausbildung gehört zu den Qualitätsmerkmalen des Trainingszentrums für
Erste Hilfe & Notfallmedizin®. Die Qualitätsentwicklung in Unternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es gibt über die einfache Erste-Hilfe-Ausbildung hinaus viele Möglichkeiten, die eigene Effizienz in der Notfallversorgung zu steigern. In Modulform bieten wir eine Reihe von Möglichkeiten: die Gründung von spezialisierten Reanimations- und Kompetenzteams sowie die Implemetierung von Defibrillatoren in Ihr Unternehmen, Ihre Praxis oder Klinik sind nur zwei Beispiele von vielen.

Behörden und Mitglieder der Berufsgenossenschaften schenken uns ihr Vertrauen, denn wir überzeugen in unseren lebhaften Kursen mit Wissen, Kompetenz, Freundlichkeit und Service. Seit 2004!

In unseren Kursen möchten wir Sie auf Notfälle vorbereiten und Ihnen die nötige Handlungssicherheit vermitteln, um in solch plötzlich eintretenden Situationen das Richtige zu tun. Wir unterrichten aus der Praxis für die Praxis, mit Spaß an der Thematik und einem hohen Qualitätsanspruch.

Service wird bei uns großgeschrieben:

  • Wir sind freundlich und kompetent,
  • bearbeiten Anfragen in Rekordzeit,
  • bieten Ihnen absolute Termintreue,
  • erinnern Sie an die nächste Fortbildung,
  • bieten Ihnen Lösungen auch kurzfristig an,
  • stehen für aktuelle und solide Lehraussagen,
  • versprechen Ihnen, der beste Anbieter zu sein,
  • sind passionierte Profis im Bereich der Notfallmedizin,
  • sind an sieben Tagen in der Woche für Sie erreichbar
  • und Sie können sich mit uns sehen lassen - fachlich und optisch!
  • Wir sind da, wo und wann Sie es wünschen und stehen Ihnen bundesweit zur Verfügung!

Überzeugen Sie sich von uns! Wir freuen uns auf Sie!

Warum zum Trainingszentrum für Erste Hilfe & Notfallmedizin®?
Neben dem sehr guten Service spricht unsere Erfahrung und unsere Motivation für uns. Wir bilden  Rettungsdienstfachpersonal aus und sind selbst aktiv im öffentlichen Rettungsdienst. Wir schaffen es, Informationen zu filtern und einfach zu vermitteln. Ihr Kurs ist lebendig, aktiv, spannend und an der täglichen Praxis ausgerichtet! Aufgrund unseres Fachwissens und unserer jahrelangen Erfahrungen auch in der Unterrichtsgestaltung garantieren wir Ihnen eine interessante und praxisorientierte Ausbildung.

Wir schulen individuell, zielgruppenorientiert und aus der Praxis für die Praxis. Seit 2004 sind wir in der gesamten Bundesrepublik unterwegs: in Betrieben, auf Schiffen, offshore bei den Windkraftanlagen oder im Hamburger Hafen.

Die Kosten für die betriebliche Erste-Hilfe-Ausbildung werden von den Unfallkassen übernommen – wir sind Vertragspartner aller Unfallkassen.

Kurse buchen

Ihre Schulung können Sie in unseren Räumen oder in Ihrem Unternehmen absolvieren.
Wenn Sie unser offenes Kursangebot nutzen möchten, bringen Sie das BG-Anmeldeformular bitte im Original mit; es dient als Abrechnungsgrundlage mit der BG. Wünschen Sie einen Kurs in Ihren eigenen Räumen, kommen wir schon ab zwölf Teilnehmer kostenlos zu Ihnen. Unter zwölf Teilnehmern berechnen wir für die Grundausbildung 39,80 € und für das Training nur 29,00 € je fehlendem Teilnehmer. So können Sie auch in einer kleinen Gruppe von z.B. nur sechs Teilnehmern den Vorteil einer individuellen Schulung im eigenen Betrieb nutzen.

Unser offenes Kursangebot kann von jedem Teilnehmer an jedem beliebigen Tag genutzt werden.

Erste Hilfe Grundausbildung: Setzt sich zusammen aus Teil 1 und Teil 2.

Erste Hilfe Training: Ist immer der Teil 1.

Montags
15:00 Uhr1
Dienstags
15:00 Uhr1
Mittwochs 09:00 Uhr1 15:00 Uhr1
Donnerstags 09:00 Uhr2 * 15:00 Uhr1
Freitags
15:00 Uhr1
Samstags
11:00 Uhr1
Sonntags 09:00 Uhr2 * 13:00 Uhr1

* Aufbaulehrgang für die Erste-Hilfe-Grundausbildung: jeden Sonntag und jeden 1. Donnerstag im Monat um 9:00 Uhr. An allen anderen Terminen finden das Erste-Hilfe-Training und Teil 1 der Grundausbildung statt.

 

Rechtsvorschriften (Öffnen)

Rechtsvorschriften (Öffnen)

Rechtsvorschriften und Gerichtsurteile

Sie sind gesetzlich zur Ausbildung und Beschäftigung von Ersthelfern im Betrieb verpflichtet. Rechtsgrundlagen für die Anzahl der Ersthelfer in Ihrem Betrieb sind § 10 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und § 26 der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BGV A1). Sind nicht genügend ausgebildete Ersthelfer vorhanden, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar und Sie müssen mit einem Bußgeld bis zu 10.000 € rechnen (§ 32 DGUV A1 und § 209 SGB VII).

Berufsgenossenschaftliche Vorschriften

(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass zur Ersten Hilfe und zur Rettung aus
Gefahr die erforderlichen Einrichtungen und Sachmittel sowie das erforderliche
Personal zur Verfügung stehen.

(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass nach einem Unfall unverzüglich Erste
Hilfe geleistet und eine erforderliche ärztliche Versorgung veranlasst wird.

(3) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Verletzte sachkundig transportiert
werden ...

Das bedeutet:

Für alle Unternehmen gibt es die gesetzliche Vorgabe zur Vorhaltung von betrieblichen Ersthelfern. 5 % bzw. 10 % aller regelmäßig im Betrieb anwesenden Versicherten müssen gemäß der Unfallverhütungsvorschriften regelmäßig in Erster Hilfe aus- und fortgebildet werden. Es ist nicht ausreichend, eine beliebige Person ohne die Erste-Hilfe-Grundausbildung durch eine ermächtigte Stelle zum Ersthelfer zu ernennen, auch wenn bereits ein Erste-Hilfe-Lehrgang besucht wurde (z.B. für den Führerschein).

Sie haben keine Ersthelfer?
Im Falle einer Kontrolle durch den technischen Aufsichtsbeamten der BG können bei Nichterfüllung der Bestimmung im Einzelfall Bußgelder bis zu 10.000 € je Fall oder eine Erhöhung der Beitragssätze durch den Anstieg des betrieblichen Risikos die Folge sein. Abgesehen davon sind Ihre Mitarbeiter im Falle eines Unfalls bis zum Eintreffen des öffentlichen Rettungsdienstes unzureichend abgesichert. Eine Schulung sollte daher schnellstmöglich nachgeholt bzw. durchgeführt werden.

Grundsätzlich ist jedes Unternehmen – unabhängig von der Beschäftigtenanzahl – dazu verpflichtet. Darüber hinaus gelten die Grundsätze der Ziffer 4.8 der Unfallverhütungsvorschrift BGR A1.

Aufgepasst!

Ersthelferpflichten nach DGUV A1 A1 § 26 (Zahl und Ausbildung)

Absatz 1 regelt die Zahl:

  1. bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer
  2. bei mehr als 20 anwesenden Versicherten
    1. in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %,
    2. in sonstigen Betrieben 10 %.

Absatz 2 die Ausbildung:
bei einer von der BG anerkannte zur Ausbildung ermächtigten Stelle wie dem Trainingszentrum für Erste Hilfe & Notfallmedizin.

Bei der Anzahl der Ersthelfer, handelt es sich um Ersthelfer die bei Betriebsbeginn anwesend sein müssen. Streng genommen, darf ein Betrieb die Arbeit nicht aufnehmen, wenn nicht alle Ersthelfer anwesend sind. Ein großes Osterfeuer findet schließlich auch nicht statt, wenn die Feuerwehr nicht vor Ort ist. Sie müssen bei der Anzahl der ersthelfer, auch Urlaub, Mitarbeiterfluktuation und Abeitsunfähigkeit, berücksichtigen. So benötigen Sie also bei vorgeschriebenen zwei Ersthelfern, mindestens vier Ersthelfer.

Was kostet diese Schulung?
Die Kosten für die Ausbildung der Ersthelfer werden von den Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträgern übernommen.

Was beinhaltet die Ausbildung von betrieblichen Ersthelfern?
Bei den Unterrichtsthemen wird neben der Basisausbildung in Erster Hilfe auch auf die betrieblichen Besonderheiten eingegangen, sodass Ihre Mitarbeiter auf die spezifischen Gefahren entsprechend kompetent reagieren können.

Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Betriebshelfer dauert acht Doppelstunden an zwei Tagen.

Wie lange ist die Ausbildung gültig?
Jeder ausgebildete Betriebshelfer muss in einem Zeitraum von 24 Kalendermonaten ein Erste-Hilfe-Training absolvieren, damit die wichtigsten Maßnahmen aufgefrischt werden können und der Betriebshelferlehrgang seine Gültigkeit behält. Dieses Training dauert acht Unterrichtseinheiten bzw. einen Tag.

Wo findet die Ausbildung statt?
Abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, die an der Schulung teilnehmen, werden diese Kurse entweder in Ihrem Betrieb oder in unseren Schulungsräumlichkeiten durchgeführt. Gerne bilden wir auch Ihre Mitarbeiter zu Ersthelfern aus und kümmern uns um eine regelmäßige Fortbildung, damit sie auf dem Laufenden bleiben.

Mitarbeiter, die noch nicht ausgebildet sind oder deren Ausbildung mehr als 24 Kalendermonate zurückliegt, besuchen die zweitägige Erste-Hilfe-Grundausbildung.

Mitarbeiter, die innerhalb der letzten 24 Kalendermonate eine zweitägige Erste-Hilfe-Grundausbildung absolviert haben, besuchen das eintägige Erste-Hilfe-Training.

 

 

Bußgeldkatalog der Unfallversicherungsträger:

Anlass/Erläuterung Vorschrift Verstoß Rechtsfolgen
Geringfügige Ordnungswidrigkeit,
z. B. geringfügige Verstöße gegen Unfallverhütungs-
vorschriften oder Anordnungen des TAB
§ 56 OWiG



Fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln (Tun oder Unterlassen)
Verwarnungsgeld 5-35 €
Verstöße gegen Unfallverhütungs-
vorschriften, z.B, keine Ersthelfer.
§ 209 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3 SGB VII Bußgeld bis 10 000 €
Verstöße gegen
- Einzelanordnungen
- Besichtigungsrecht
- Probenentnahmerecht

des TAB
§ 209 Abs. 1 Nr. 2, 3
und Abs. 3 SGB VII
Bußgeld bis 10 000 €
Verletzung der Pflicht zur sorgfältigen Auswahl, Bestellung und Überwachung der Aufsichtspersonen § 130 OWiG Bußgeld bis 1 000 000 €
Nichterstattung bzw. nicht rechtzeitige Erstattung von Unfallanzeigen § 209 Abs. 1 Nr. 9
und Abs. 3 SGB VII
Bußgeld bis 2 500 €
Verletzung von Auskunfts- und Vorlagepflichten des Unternehmers § 209 Abs. 1 Nr. 5-8 und Abs. 3 SGB VII
sowie § 98 SGB X
Bußgeld bis  2 500 €

 

 

 

Gerichtsurteile

Verletzung der Verkehrssicherungspflicht unter Kollegen

Ein Bauarbeiter rief einen Kollegen auf einer Baustelle zu Hilfe, um ein Gerüst zu verschieben. Als der Kollege den Raum betrat, in dem das Gerüst stand, stürzte er durch ein Loch im Boden in den darunter liegenden Raum und verletzte sich schwer. Das Loch war nicht erkennbar, da eine Abdeckfolie darüber lag. Nach Überzeugung des Gerichts hätte der Bauarbeiter entweder das unmittelbar im Türbereich befindliche Loch durch Bretter oder Platten abdecken oder seinen Kollegen bereits vor der Türe entgegenkommen müssen, um ihn an der Gefahrenstelle vorbeizuleiten. Durch sein Unterlassen hat er den Unfall grob fahrlässig herbeigeführt (Amtsgericht Amberg, Az.: 3 C 0990/01)

Fehlverhalten eines Gabelstaplerfahrers und dessen Vorgesetzten

Ein Kraftfahrer stand neben seinem LKW, um einen Entladevorgang zu überwachen. Der Motor des LKW musste für den Entladevorgang laufen. Er wurde dabei von einem rückwärts fahrenden Gabelstapler angefahren, dessen Fahrgeräusche er nicht hören konnte. Der Gabelstaplerfahrer wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt, da er rückwärts fuhr, ohne die ständige Rückschau nach hinten zu halten.

Der Arbeitgeber des Gabelstaplerfahrers konnte dem Gericht nicht nachweisen, dass er das sicherheitsgerechte Verhalten des Gabelstaplerfahrers durch unerwartete und unauffällige Kontrollen fortdauernd und planmäßig überwacht hat. Beide wurden dazu verurteilt, der Berufsgenossenschaft die bisher geleisteten Heilbehandlungskosten und sonstige Entschädigungsleistungen zu erstatten (Landgericht Mönchengladbach, Az.: 6 O 427/99).

Unkenntnis der Unfallverhütungsvorschriften schützt vor Strafe nicht

Bei Abbrucharbeiten stürzte ein Beschäftigter durch ein Asbest-Wellplattendach ca. 5 Meter tief ab und verletzte sich schwer.

Der Unternehmer der Abbruchfirma wurde zur Erstattung bisheriger und zukünftiger Leistungen der Berufsgenossenschaft verurteilt, da er auf einen Anseilschutz verzichtete und lediglich eine Leiter auf das Dach legte, anstatt Stege zu benutzen. Er hätte sich mit den Unfallverhütungsvorschriften und Sicherheitsregeln, die er nicht kannte, vertraut machen müssen, da die Gefährlichkeit der Arbeiten offensichtlich und ihm bekannt waren. Das Gericht bewertete sein Handeln als grob fahrlässig. (Oberlandesgericht München, Az.: 5 U 6722/98).

Unternehmer büßen für Todesfahrt

Wegen fahrlässiger Tötung hat das Amtsgericht Erlangen zwei Spediteure zu Haftstrafen verurteilt. Einer ihrer Fahrer war 33 Stunden am Stück auf Tour gewesen und hatte auf dem Heimweg einen Unfall verursacht, bei dem zwei Menschen starben. Aus Sicht des Staatsanwaltes hat der Prozess ergeben, dass die Unternehmer den Fahrer unter Druck gesetzt haben, die vorgeschriebenen Pausen zu ignorieren. Dies sei in ihrem Betrieb sogar üblich gewesen. Jahrelang hatten sie Touren absichtlich "überplant", belastende Tachoscheiben von Fahrern verschwinden lassen und dafür Urlaubsscheine ausgestellt, die bei Kontrollen vorgezeigt werden konnten. Die Unternehmer hatten ihre Weisungsbefugnis in unverantwortlichem Maße ausgenutzt, um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen.


Ein älterer Fahrer, der 2004 bei der Firma beschäftigt gewesen war, nach sechs Wochen aber gegen die Bedingungen aufbegehrt hatte und sofort entlassen worden war, bestätigt das als letzter Zeuge des Prozesses.

Der Schwerpunkt der strafrechtlichen Vorwerfbarkeit liegt in der Organisation des rechtswidrigen Systems. Darüber hinaus hätten sich die Unternehmer vergewissern müssen, dass ihr Fahrer körperlich in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen. Gegen diese Pflicht hätten sie erheblich verstoßen. Das Urteil lautete zweieinviertel Jahre Haft für den 59-jährigen Vater und vier Jahre Berufsverbot wegen fahrlässiger Tötung und Anstiftung zum gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und für den 37-jährigen Sohn eineinviertel Jahre Haft auf Bewährung und 5000 Euro Geldstrafe. Damit wurden die Spediteure härter bestraft als ihr Fahrer. Er hatte einen Strafbefehl über ein Jahr Haft auf Bewährung und 18 Monate Führerscheinentzug akzeptiert. Das Landgericht Nürnberg-Fürth bestätigte in der Berufungsverhandlung das Urteil. (Az: 2 Ns 915 Js 144710/2003)

Fehlende Unterweisung und Kontrolle

Beim Transportieren eines mehr als 500 Kilogramm schweren Bündels von Stahlträgern geriet ein Mitgängerflurförderzeug mit Hochhubeinrichtung ins Kippen und begrub mit seiner Last einen 42-jährigen Leiharbeiter, der die pendelnde Last in die gewünschte Richtung drehen sollte, unter sich. Der Mann war sofort tot. Der Führer des Flurförderzeugs, ein Bauschlosser, wurde wegen fahrlässiger Tötung bestraft. Der Geschäftsführer des Betriebes wurde ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil die letzte Unterweisung für den Umgang mit Flurförderzeugen im Betrieb neun Jahre zurücklag und er außerdem geduldet hatte, dass der als eigenwillig bekannte Bauschlosser das Flurförderzeug trotz fehlender Einweisung hin und wieder nutzte. (Quelle: Badische Zeitung vom 27.04.2005)

Arbeitnehmerhaftung bei Sachschäden

Ein Arbeitnehmer trat seinen Dienst in alkoholisiertem Zustand an, obwohl ihm arbeitsvertraglich Alkoholgenuss im Dienst und auch in einem angemessenen Zeitraum vor Dienstantritt untersagt war. Er verursachte an einem Fahrzeug des Arbeitgebers einen Sachschaden in Höhe von 150.000 DM. Das Verhalten des Arbeitnehmers sei als grob fahrlässig einzustufen - diese Auffassung vertraten sowohl das Landesarbeitsgericht (LAG) München als auch das Bundesarbeitsgericht (BAG). Der Genuss "einiger Weizenbiere" und der Dienstantritt nach durchzechter Nacht mit einem Restalkoholwert von 1,41 Promille verletzten in einem ungewöhnlich hohen Maß die dem Arbeitnehmer obliegenden Sorgfaltspflichten. Des Weiteren lehnten es beide Gerichte ab, dem Arbeitgeber ein mitwirkendes Verschulden zuzurechnen, da er den Unfall durch regelmäßige Alkoholkontrollen hätte vermeiden können. Das verfassungsmäßig garantierte Grundrecht des Arbeitnehmers auf körperliche Integrität verbietet es dem Arbeitgeber, den Arbeitnehmer zu einer Untersuchung des Blutalkoholwertes oder zur Mitwirkung an einer Blutalkoholanalyse zu zwingen.

Zu klären war im vorliegenden Fall auch, in welchem Umfang der Arbeitnehmer für den von ihm verursachten Schaden haftet. Hierbei gehen die Gerichte nach den "Grundsätzen der Beschränkung der Arbeitnehmerhaftung" (siehe Abschnitt "Das Arbeitsrecht") vor. Auch wenn der Arbeitnehmer bei grober Fahrlässigkeit den gesamten Schaden zu tragen hat, sind Haftungserleichterungen nicht ausgeschlossen. Die Entscheidung ist nach Abwägung der Gesamtumstände zu treffen. Hierzu gehören u. a.

  • Grad des Verschuldens,
  • die Gefahrgeneigtheit der Arbeit,
  • die Höhe des Schadens,
  • ein vom Arbeitgeber einzukalkulierendes oder durch Versicherung abdeckbares Risiko,
  • die Stellung des Arbeitnehmers im Betrieb und
  • die Höhe des Arbeitsentgeltes, in dem möglicherweise eine Risikoprämie enthalten ist.

Weiter können u. U. die persönlichen Verhältnisse des Arbeitnehmers, wie die Dauer seiner Betriebszugehörigkeit, sein Lebensalter, seine Familienverhältnisse und sein bisheriges Verhalten zu berücksichtigen sein.
Im vorliegenden Fall sah das BAG die Begrenzung der Arbeitnehmerhaftung auf 20.000 DM für gerechtfertigt. Das LAG vertrat die vom BAG nicht beanstandete Auffassung, dass hier ein besonders deutliches Missverhältnis zwischen Arbeitsentgelt und Haftungsrisiko bestehe. Ein Arbeitgeber, der einfache Arbeitnehmer beauftragt, teuerste Maschinen/Fahrzeuge zu bedienen, geht ein Risiko ein. Für dieses Risiko muss er im Rahmen einer gerechten Risikoverteilung im Arbeitsverhältnis mit einstehen. Andererseits hat der Arbeitnehmer groß fahrlässig gehandelt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die wirtschaftliche Existenz des beklagten Arbeitnehmers nicht auf Dauer gefährdet werden darf. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 2.500 DM sah das BAG eine Schadensersatzleistung von 20.000 DM für gerechtfertigt. (Bundesarbeitsgericht AZ 8 AZR 893/95)

Missachtung von Vorschriften durch einen Unternehmer

Ein Unternehmer wurde wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung, fahrlässiger Brandstiftung, fahrlässigem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und fahrlässigem unerlaubtem Umgang mit gefährlichen Stoffen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er hatte in seiner Lackiererei jahrelang gegen zahlreiche Sicherheitsvorschriften verstoßen und damit einen Schwelbrand mit nachfolgender Explosion ausgelöst. Dazu wäre es nicht gekommen, wenn er sich pflichtgemäß verhalten, insbesondere keine eigenmächtige Veränderung an der Anlage (Umstellung von Nass- auf Trockenlackierung) vorgenommen und die Reinigungsvorschriften beachtet hätte.
Der Unternehmer hatte sich fahrlässig verhalten, die Folgen waren für ihn vorhersehbar. Die Rechtswidrigkeit der Zustände im Betrieb war erkennbar.

Der Unternehmer hatte nicht nur, die Reinigungsvorschriften missachtet, deren Verletzung für den Brand und die Explosion ursächlich war. Er stellte auch die Spritzanlage von Nass- auf Trockenlackierung um, ohne dies dem Baurechtsamt anzuzeigen. Dies geschah, weil die Wannen unter den beiden Spritzständen nicht mehr dicht waren und eine neue Anlage ungefähr das 10-fache gekostet hätte als die Änderung. Weiter ließ er es zu, dass Mitarbeiter auf der Produktionsfläche (Beizraum) rauchten. Ihnen wurde nie eine betriebliche Anweisung entsprechend der Unfallverhütungsvorschriften gegeben. Unterweisungen nach Gefahrstoffverordnung unterblieben ebenfalls.

Aus einer Gesamtschau dieser zahlreichen, weitgehend sehr eklatanten Pflichtwidrigkeiten ergab sich für das Gericht, dass die Verwirklichung der Tatbestände für den Angeklagten vorhersehbar war, dass sie sich bei Anwendung der ihm möglichen und zumutbaren Überlegungen sogar hätte aufdrängen müssen.


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Kundenmeinungen

Facebook Rezension: Ich mache ~ alle 3 Jahre (mein 7.) einen 1. Hilfe Kurs . Dies war mit weitem Abstand der Beste . Die Ausbilder sind hauptberuflich im Rettungsdienst und in Notfallambulanzen tätig. Sie bringen es also nicht so trocken rüber. Sehr erfreulich!

Olli: "...ja ich möchte euch auch noch mal loben. Mir hat der Kurs Spaß gemacht und ich habe mehr mitgenommen, als ich für möglicht hielt. Macht weiter so "I'll be back" ..."

Kirsten: "...ich habe einen Grund- und Aufbaukursus im Rahmen einer Ersthelfer-Ausbildung meiner Firma bei Euch gemacht. Ich fand die vermittelnde Art erfreulich anschaulich und sehr praxisnah. Ihr habt eine sehr nette und unterhaltsame Art zu erklären. Dadurch konnte ich ganz viel Sicherheit gewinnen! Vielen Dank für das tolle Training..."

Helge: "Hallo, ich war bei den Kursen dabei und kann nur sagen, die sind gut. Refenrenten sind nicht langweilig, Inhalt wird in lockerer Atmosphäre vermittelt und auf Fragen und Kommentare wird eingegangen. Macht weiter so und jeder der diese Kurse braucht kann hier beruhigt hingehen. Auch die absolute Nähe zum Hbf ist absolut genial..."

Stefan: "Hallo, vor dem Kurs bei Joel letztes Wochenende, war mir nicht klar, dass Erste Hilfe so wichtig ist - Danke für´s Augen öffnen! Das war ein sehr netter Kurs und inhaltlich hatte ich das Gefühl, von einem "Könner" unterrichtet zu werden. G* Stef. ..."

Martina John (Latham & Watkins): "Lieber Herr Cissarz, ich möchte mich gerne noch einmal auf diesem Wege (schwarz auf weiß) bei Ihnen für den extrem kurzweiligen, durch Ihre eigenen Erfahrungsberichte sehr persönlichen und praxisnahen Kurs bedanken. Es hat Spaß gemacht, Ihnen zuzuhören und ganz sicher machen solche Lehrgänge Lust darauf, sich näher mit dem Thema Erste Hilfe zu beschäftigen. Ich werde Sie sicher weiter empfehlen."

Ingo Kluge: "Hey, nochmals vielen Dank für den wirklich informativen und lebendigen Unterricht. Hat richtig viel Spaß gemacht. Gruß Ingo Kluge (WBS-Teilnehmer)"

Impressionen

 

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